Suchtvereinbarung

zurück

Unsere Hausordnung sieht ein generelles Verbot des Konsums und der Weitergabe von legalen sowie illegalen Drogen vor.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Gründen für eine allgemeine Suchtvereinbarung an unserer Schule, die wir im Folgenden darlegen:

Die Erfahrungen der Schüler lehren uns:

  • Suchtmittel sind heute leicht zugänglich.
  • In Schülercliquen, auf Festen und Partys werden immer häufiger Drogen angeboten und genommen.
  • Neugier, Gruppenzwang, Null-Bock-Stimmung und persönliche Probleme verleiten zum Ausprobieren.
  • Viele Jugendliche verfügen über große Summen an Taschengeld und können sich deshalb Drogen kaufen.

Die Erfahrungen der Drogenberatungsstellen zeigen uns:

  • Drogenabhängigkeit kann nur vermieden werden, wenn der Zeitraum der Drogeneinnahme möglichst kurz gehalten wird.
  • Mitschüler/-innen und Lehrkräfte, die glauben, dem Betroffenen durch einfühlsame Gespräche und Verständnis helfen zu können, sind überfordert und helfen in Wirklichkeit nicht. Drogenberatung gehört in die Hände von Fachkräften.
  • Wer aus falsch verstandener Kameradschaftlichkeit verschweigt oder ignoriert, dass ein Mitschüler Drogen konsumiert, nimmt ihm die Chance, möglichst schnell davon wegzukommen.

Die Ziele unserer Suchtvereinbarung sind:

  • Sie soll eine Hilfestellung für Betroffene sein.
  • Sie dient dem Schutz der Mitschüler/-innen.
  • Sie legt klar fest, wie unsere Schule in Fällen von Drogenkonsum bzw. -kontakt mit Schülern/Schülerinnen umgeht.

 

Unser Vorgehen bei Fällen von Drogenkonsum bzw. –kontakt

  1. Alle Hinweise innerhalb der Schule, die sich auf den Gebrauch von Drogen beziehen, werden ernst genommen und im Interesse der Betroffenen und der Schulgemeinschaft einer beliebigen Lehrkraft des Vertrauens, der Fachkraft für Suchtprävention oder/und der Schulleitung bekannt gemacht.
  2. Die Lehrkräfte und die Schulleitung gehen allen Hinweisen nach. Den Schüler/-innen, die solche Hinweise geben, entstehen daraus keine Nachteile. Alle Informationen werden streng vertraulich behandelt.
  3. Wenn sich auf Grund von Gesprächen und Beobachtungen ein Verdacht auf Drogenkonsum bzw. -kontakt erhärtet, werden die Eltern des Betroffenen verständigt. Soweit dies der Schule möglich ist, werden die Eltern beraten.
  4. Jeder Drogenkonsum im schulischen Bereich zieht eine Ordnungsmaßnahme nach sich. Abhängig von der Schwere des Fehlverhaltens kann dies sogar zur Entlassung führen.
  5. Die Schule kann darauf bestehen, dass eine entsprechende Beratungsstelle besucht wird.
  6. Verweigert ein/e Schüler/-in die Beratung oder konsumiert er/sie weiterhin Drogen, werden weitere Ordnungsmaßnahmen gemäß Artikel 86 BayEUG eingeleitet.
  7. In besonders schwerwiegenden Fällen kann die Schule ein Drogen-Screening auf Kosten der Eltern der Betroffenen verlangen.
  8. Mit der Entlassung muss grundsätzlich rechnen, wer illegale Drogen anderen anbietet, diese weitergibt oder annimmt, unabhängig davon, ob kostenlos oder gegen Bezahlung. Darüber hinaus wird in diesen Fällen zum Schutz der übrigen Schulgemeinschaft die Polizei verständigt.
  9. Über rein sachliche Informationen und die hier beschriebenen Maßnahmen hinaus bemüht sich unsere Schule, das Verhalten der Schüler/-innen positiv zu beeinflussen. Dabei ist auch die Unterstützung durch die Eltern und die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus besonders wichtig.
  10. Darüber hinaus gilt für den Umgang mit so genannten legalen Suchtmitteln wie Zigaretten, E- Shishas und E- Zigaretten bzw. Alkohol unsere allgemeine Hausordnung, die ein generelles Verbot solcher Genussmittel im Bereich der Schule vorsieht.

 

Freising, 24. März 2015

 

gez. Christine Obermaier
Die Schulleitung, stellvertretend für das Lehrerkollegium

gez. Thorsten Liebsch
Der Elternbeirat, stellvertretend für die Eltern

gez. Valentin Schmid
Die SMV, stellvertretend für alle Schülerinnen und Schüler